Falschparker per Handy überführt: Stadt Herdecke führt Parksünder-App ein

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Verkehr

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In der beschaulichen Stadt Herdecke in NRW rüstet man auf. Denn hier werden Parkvergehen mit modernsten Mitteln dokumentiert: per App auf speziell für die Ordnungsämter angeschafften Handys.

Handy Apps gegen Parksünder?

Das kennt man ja: in der Stadt hat es mal wieder ein bisschen länger gedauert und man hat sich mit der Parkdauer verschätzt. Den netten Damen vom Ordnungsamt ist das natürlich prompt aufgefallen und sie haben diese Ordnungswidrigkeit sofort dokumentiert. Bis vor kurzem wurden die Informationen über Fahrzeug, Parkzeitüberschreitung und Ventilstand noch handschriftlich festgehalten. Aber jetzt hat auch für die Angestellten des Ordnungsamtes die Zukunft begonnen. Und zwar in Form der Handy-App zur Dokumentierung von Parksünden. Im Volksmund jetzt bereits „Knöllchen-App“ genannt.

App nur für Ordnungsämter

Vier Handys mit den Parksünder-Apps wurden bislang für die Mitarbeiter des Ordnungsamts Herdecke angeschafft, auf dem freien Markt sind sie natürlich nicht zu erwerben. Dabei erleichtert die App den Ordnungshütern die tägliche Arbeit, Falschparker zu dokumentieren. Erfasst werden dabei Daten wie: Fahrzeugmodell, Kennzeichen, Parkdauer bzw. Uhrzeit der ersten Erfassung und Ventilstand der Reifen.
Mit diesen Daten kann dann belegt werden, ob ein Fahrzeug innerhalb der abgestellten Zeit bewegt worden ist, oder nicht. Sollte dann ein Parkverstoß stattgefunden haben, können die Daten einfach per Tastendruck an das Ordnungsamt übermittelt werden und ein Bußgeld wird fällig.

Daten werden sofort zum Ordnungsamt versandt

Früher wurden die Daten per Registriergerät festgehalten und der Autofahrer mit einem blauem Knöllchen bedacht, das ist ab jetzt Vergangenheit. Die Dokumentation geschieht komplett über die App, selbst der Bußgeldkatalog ist in der App hinterlegt. Wenn also der Parkverstoß per App festgehalten und das Bußgeld festgelegt wurde, werden die Daten zur Weiterverarbeitung versandt. Der Autofahrer bekommt dann in den nächsten Tagen seinen Bußgeldbescheid.

Geschummelt wird trotzdem

Manche Zeitgenossen tricksen trotz allem bei ihren Parkzeiten und machen sich in regelmäßigen Zeitabständen auf den Weg, um ihre Parkscheibe weiterzudrehen. Solange sich allerdings die Ventilstellung des Fahrzeuges nicht verändert, nützt ihnen das aber recht wenig, in dem Falle wird trotzdem ein Bußgeld fällig.

Zu mindestens so lange, bis der Wagen dann auch ein wenig versetzt wird, denn damit verändert sich auch die Ventilstellung und die Behörden sind machtlos. Und auch die Autofahrer rüsten auf: und zwar mit einer sogenannten Anti-Strafzettel-App, die per Handy vor Politessen warnt, die sich dem eigenen Pkw nähern …

Fazit:

Oftmals ist es besser, die Kirche im Dorf zu lassen. Oder aber auch die Politessen in ihren Ämtern. Denn, wo sollen denn die Autofahrer hin, wenn sämtliche Parkplätze in den Innenstadtbereichen kostenpflichtig sind. Da wird Shopping zum teuren Vergnügen und  der Autofahrer wieder einmal mehr zum Goldesel der Kommunen.

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