Pflicht: Ist ihr Firmenwagen DGUV geprüft?

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Die Sicherheitsprüfung hat nichts mit der jährlichen Inspektion oder der Hauptuntersuchung zu tun! Nach den Unfallverhütungsvorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) muss nach Vorschrift 70 jeder Gewerbetreibende seine gewerblich genutzten Fahrzeuge mindestens einmal im Jahr auf ihren Sicherheitszustand überprüfen lassen. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Fahren Sie einen Firmenwagen? Sind Sie beruflich im Flottenmanagement tätig? Dann wissen Sie, dass Sie mit Ihrem Fahrzeug alle zwei Jahre zu Haupt-und Abgasuntersuchung sowie einmal im Jahr zur Inspektion müssen – je nach Vorgaben der Fahrzeughersteller. Darüber hinaus müssen Sie mit Ihrem gewerblich genutzten Fahrzeug noch zusätzlich jährlich zur DGUV-Prüfung. Wenige Autofahrer betrifft dies nicht – eher im Gegenteil: Rund 25 Millionen gewerblich genutzte Fahrzeuge sind in Deutschland angemeldet. Dies macht 60% des deutschlandweiten Fahrzeugbestandes aus. Diese Sicherheitsüberprüfung ist Pflicht!

Quelle: KDBusch/GTÜ

Sicherheit steht an erster Stelle

Neben der Verkehrssicherheit müssen Firmenfahrzeuge, egal ob Pkw oder Lkw, zudem die Vorgaben der Arbeitssicherheit erfüllen, die in den Unfallverhütungsvorschriften festgelegt sind. Die Prüfung muss durch einen Sachkundigen erfolgen.

Ziel dieser Untersuchung ist es, Gefährdungen bei der Arbeit frühzeitig zu erkennen und diesen präventiv entgegenzuwirken, bevor es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Unfällen kommt. Aus der Untersuchung müssen alle zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit erforderlichen Maßnahmen abgeleitet, umgesetzt und anschließend regelmäßig überprüft werden. Dabei werden unter anderem die Räder, die Reifen, die Verglasung und die Verkehrssicherheit überprüft.

Erfolgt die DGUV-Prüfung auf Betriebssicherheit nicht, droht ein Bußgeld und die Versicherungsleistung der Berufsgenossenschaften kann verweigert werden.

Erhebliche Strafen drohen

Der Arbeitgeber hat die Pflicht, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen und so für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu sorgen.

Geschieht ein Arbeitsunfall mit dem Firmenwagen und dabei wird festgestellt, dass die vorgeschriebene jährliche DGUV-Prüfung nicht eingehalten wurde, kann die Berufsgenossenschaft die Versicherungsleistung verweigern. Somit bleibt der Unternehmer auf den Reparaturkosten sitzen. Zusätzlich drohen bei Nichteinhaltung der Vorgaben Bußgelder zwischen 2.500 Euro und bis zu 10.000 Euro. Dies stellt eine Ordnungswidrigkeit nach § 209 Abs. 3 SGB VII dar. Der Tatbestand wird als fahrlässig oder vorsätzlich geahndet.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Von der DGUV-Prüfung nach Vorschrift 70 sind nicht nur Pkws und Lkws betroffen. Auch Speziallastkraftwagen (Feuerwehr, Kommunalfahrzeuge) Kraftomnibusse, Sonderkraftfahrzeuge (Krankentransporte, Behindertentransporte) und Zugmaschinen sind von der DGUV-Prüfung betroffen.

Zudem gehören ebenfalls einspurige Krafträder und deren Anhänger zu den DGUV-pflichtigen Fahrzeugen. Dazu gehören Elektrofahrräder wie Pedelecs und E-Bikes, die 25km/h oder mehr erreichen. Einzige Ausnahme, wenn die Höchstgeschwindigkeit der Pedelecs oder E-Bikes auf maximal 8km/h gedrosselt wird, entfällt die DGUV-Prüfung. Ebenso wie für Fahrräder, die rein durch Muskelkraft betrieben werden.

Fazit

Seit 2014 ist die DGUV-Vorschrift bereits in Kraft. Doch weder Autofahrer, die einen Firmenwagen fahren noch Fuhrparkmanager sind mit der Sicherheitsprüfung im Detail vertraut. Erst wenn es zum Unfall kommt und die Versicherungsleistung aufgrund des Fehlens der Prüfung verweigert wird, oder ein deftiges Bußgeld in den Briefkasten flattert, beschäftigt man sich mit diesem Thema. Daher vertrauen Sie Ihrer unabhängigen Werkstatt, welche die DGUV-Prüfung für Sie durchführen sowie fachlich informieren und beraten kann.

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