Kindersitze: Was ist beim Kauf zu beachten?

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Sicherheit

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Für unsere Kids tun wir alles. Und so sollten sie auch möglichst sicher und entspannt in ihren Kindersitzen untergebracht sein. Aber welche Kriterien sind wichtig bei den Sitzen, was ist Isofix und was ist beim Kauf zu beachten? AUTOFAHRERSEITE.EU hat sich schlau gemacht..

Eigentlich ganz einfach: der Kindersitz muss passen

Ganz wichtig: Der Nachwuchs darf mit zur Passprobe! Natürlich wird es ihr/ihm nicht so richtig gefallen, macht aber Sinn. Denn der Sitz muss unter realen Bedingungen einem Test unterzogen werden. Ideal ist, wenn der eigene Pkw gleich vor der Tür des Geschäftes steht, dann kann man direkt die Passform und Größe des Kindersitzes mit dem Verkäufer zusammen im eigenen Fahrzeug testen.

Gibt es irgendwelche Normen?

Die gibt es. Entscheidend ist, dass  der Sitz den aktuellen Prüfstandards entspricht. Eltern können das am Prüfsiegel erkennen: jeder Kindersitz besitzt ein braunes Siegel mit einem  großen E. E steht in dem Falle für Europa. Befindet sich unter dem umkreisten E eine Nummer, z.B. mit 04 befindet, bezeichnet es die aktuelle ECE R44/04 Prüfnorm. Darauf ist zu achten, denn befindet sich unter dem E eine 03, handelt es sich in dem Falle um einen Sitz, welcher der älteren, überarbeiteten Norm entspricht. Diese Sitze dürfen zwar weiterverwendet aber nicht mehr vom Handel vertrieben werden.

Quelle: GTÜWas ist mit der Größe, welche Sitze passen?

Unterteilt werden die Sitze in drei Gruppen, die in Gewichtsklassen aufgegliedert sind:

Gruppe 0/0+: Entgegengesetzt zur Fahrtrichtung montierte Babyschalen bis zu einem Körpergewicht von 9 bzw. 13 kg. Gruppe I:  Sitze für Kinder ab 9 kg bis ca. 18 kg. Überwiegend mit Hosenträgergurten versehen. Der Umstieg auf die nächste Gruppe erfolgt überwiegend im Alter zwischen vier und fünf Jahren.
Gruppe II/ III: Sitzerhöhungen mit/ohne Schlafstütze für Kinder ab 15 kg bis 25 kg (Gruppe II) und 22 bis 36 kg (Gruppe III). Das Kind wird hierbei schon mit dem Dreipunktgurt direkt gesichert. Unabhängig von den klassischen Kindersitzen gibt es auch Pkw-Hersteller mit einem Angebot von typenkonformen Sitzen. Und hier kommt das Isofix- System ins Spiel.

Isofix, was ist das?

Kurz erklärt - ein auf das Fahrzeug zugeschnittenes Befestigungssystem für Kindersitze. Der Kindersitz ist hierbei mit der Karosserie des Autos fest verbunden. Durch zwei Halterungen, die werksseitig an der Rückbank angebracht wurden, entsteht eine sichere, starre Verbindung zwischen Sitz und Karosserie. Gerade auch im Alltag hat dieses System Vorteile: Hier passt im Normalfalle alles und das Kind kann sicher und problemlos untergebracht werden. Sicherheitsmankos wie falsche Arretierung oder fehlerhafte Befestigung des Sitzes kommen selten vor. Tests bei Automobilclubs bestätigen in der Regel diesen Eindruck.

Auf zum Kauf

Beachten Sie folgende Punkte beim Kauf des Kindersitzes:

-    Informieren Sie sich vorab
-    Achten Sie auf die Prüfsiegel
-    Machen Sie einen Sitztest mit ihrem Kind
-    Lassen Sie sich von einem fachkundigen Verkäufer beraten
-    Installieren Sie den Sitz probeweise in Ihren Wagen und prüfen Sie die Funktionalität

Fazit

Jetzt geht´s los: Die Kleinen können mit und der Erkundung der Welt per Auto sind keine Grenzen mehr gesetzt. Wenn man dann noch auf das Prüfsiegel achtet und das Kind sich nach einer Passprobe im Sitz wohlfühlt, ist die erste Hürde genommen. Achten Sie auf Alltagstauglichkeit! Nicht jeder Sitz, der mit einem schönem Dekor wirbt, bewährt sich letztendlich auch im alltäglichen Umgang. Sollten Fragen zu Befestigungssystemen und Einbauvarianten auftauchen, kann neben dem Gespräch im Fachgeschäft auch eine Info der unabhängigen Werkstatt weiterhelfen. Die können Ihnen direkt darüber Auskunft geben, welche Systeme bei ihrem Kfz möglich sind.

Übrigens… eine Werkstatt, der Sie mit gutem Gefühl Ihr Auto anvertrauen können, finden Sie bei uns in der Werkstattsuche

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