2016: Das wird sich für den Autofahrer ändern

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Tipps & Trends

Quelle: AUTOFAHRERSEITE.EUQuelle: AUTOFAHRERSEITE.EU

In 2016 kommen viele Änderungen auf den Autofahrer zu. Neue Regeln und Gesetzgebungen im Auto-Alltag müssen jetzt umgesetzt werden. Welche das genau sind und was das für Sie bedeutet, sagt Ihnen AUTOFAHRERSEITE.EU …

Förderung für Partikelfilter-Nachrüstung wird weiter fortgesetzt

Laut dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern weiterhin gefördert. Da bis Ende 2015 von den zu Verfügung gestellten 30 Millionen Euro laut ACE nur 6,39 Millionen Euro in Anspruch genommen wurden, konnten restliche Fördergelder in den Haushalt von 2016 mit einfließen. Besitzern von Diesel-Pkw, die bis einschließlich 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden, können jetzt die Fördergelder beantragen: http://www.bafa.de/bafa/de/weitere_aufgaben/pmsf/

Eine Kfz- Fachwerkstatt, der Sie ihr Fahrzeug für eine Nachrüstung anvertrauen können, finden Sie in unserer Werkstattsuche!

Neue Lautstärke-Regelungen treten in Kraft

Ab Juli 2016 werden nach EU-Verordnung 540/2014 sogenannte "Austauschauspuffe" in Neuwagen verboten, wenn diese lauter als die Standard-Anlagen sind. Auch der bei vielen Sportwagenherstellern beliebte Klappenauspuff verliert damit seine Zulassung für Neuwagen.

Info: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32014R0540

Gelbe TÜV- Plakette fällt weg

Die Hauptuntersuchung wird gerne mal vergessen. Deshalb sollte man sich vergewissern, dass auf dem Nummernschild keine gelbe Plakette mehr prangt, denn dann wurde der Termin zur HU nicht wahrgenommen. Ab 2016 sind noch die Farben: Braun (2016), Rosa (2017) und Grün (2018) gültig. Sollte der Termin für die HU mehr als zwei Monate überzogen werden, wird eine erweiterte Prüfung anberaumt und ein Aufschlag von 20 Prozent zur normalen Gebühr erhoben.

Weitere Infos zum Thema TÜV-Plakette finden Sie hier bei uns >>

Längere Messabschnitte für Tempokontrollen in Niedersachsen

Was den Briten ihr SPECS (Abk. für Speed Check Services) und für die Italiener „Tutor“ ist, wird ab Januar 2016 in Niedersachsen zwischen Laatzen und Gleidingen Realität. Die sogenannte „Section Control“ soll die Überwachung von Tempolimits übernehmen. Dabei misst man nicht nur punktuell - wie bei einer „normalen“ Radarfalle - sondern über einen längeren Streckenabschnitt die Geschwindigkeit.

Zwei Kontrollpunkte fotografieren das Fahrzeug, identifizieren das Nummernschild und errechnen aufgrund der benötigten Zeit die Durchschnittsgeschwindigkeit. Wird dabei die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten, werden die Daten weitergeleitet und Bußgelder o.ä. eingeleitet. Dadurch sollen Raser, die nur kurz vor einer Radarfalle abbremsen, zusätzlich erfasst werden. Das als „Pilotprojekt“ bezeichnete Unterfangen wird allerdings von vielen Autofahrern und Datenschützern kritisch gesehen, nicht zuletzt wegen der massiven Speicherung und Auswertung der erhobenen Daten.

Fahrtenschreiber werden modernisiert

Die Verordnung der EU aus 2014 wurde bereits in 2015 zum Teil umgesetzt und tritt ab dem 2. März 2016 vollumfänglich in Kraft. Zur Modernisierung gehören eine optisch/akustische Warnung kurz vor dem Erreichen der maximal erlaubten Lenkzeit von 4,5 Stunden und bei, am Fahrzeug registrierten Fehlern und Störungen.

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32014R0165

Autoversicherung: Neue Typ- und Regionalklassen

Für ca. 70 Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge wird sich in Hinblick auf ihre Kfz-Haftpflichtversicherung nichts ändern - stellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in seiner neuen Typklassenstatistik klar. Rund 16 Prozent werden niedriger eingestuft, 14 Prozent steigen in der Einstufung. Die überwiegende Anzahl der Fahrzeuge mit neuer Typklasse werden um lediglich eine Klasse auf- oder abgestuft.

Bei der Kaskoversicherung sieht es etwas anders aus, auf 45 Prozent der Fahrzeuge kommen Änderungen zu. Positiv ist dabei die niedrigere Einstufung von rund 8,6 Millionen vollkaskoversicherten- und rund 5,3 teilkaskoversicherten Fahrzeugen. Bei höheren Typklassen ergibt sich für rund 800.000 Vollkasko- und ca. 300.000 Teilkasko-Versicherte eine schlechtere Einstufung.

Hier können Sie eventuelle Veränderungen der Typklasse ihres Fahrzeuges online abfragen (GDV): http://www.gdv-dl.de/einfache-suche.html

Kfz-Onlinezulassungen werden benutzerfreundlicher

Bereits in 2015 konnten Fahrzeughalter ihre Pkw über die Internetseite des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) oder die Portale der Zulassungsbehörden der Länder abmelden. Jetzt soll dieser Service erweitert werden. Auch Adressänderungen, Wiederzulassungen und allgemeine Zulassungen sollen in Kürze über die Online-Dienste abzuwickeln sein.

Carsharing-Gesetz wird voraussichtlich in 2016 umgesetzt

Gerade für die Nutzer von Carsharing-Projekten könnte dies ein Schritt in die richtige Richtung sein: Das Gesetz soll den Begriff „Carsharing-Fahrzeug“ definieren und so eine genaue Kennzeichnung festlegen. Dabei könnten in Zukunft ähnliche Vorteile wie beim E-Auto zum Tragen kommen: Gebührenfreie, ausgewiesene Parkplätze oder z.B. auch eine Nutzung von Busspuren.

Fußgängerschutz im Fokus

Nicht nur direkt für den Autofahrer, sondern auch für Fußgänger und Autohersteller wird es Veränderungen geben: Das Verletzungsrisiko von Pkw bei Unfällen mit Fußgängern soll entscheidend verbessert werden. Dafür nimmt die Sicherheitsorganisation Euro NCAP (European New Car Assessment Programm) ab 2016 die Fußgängererkennung in das Bewertungsschema auf. Zum Erreichen der vollen Punktzahl muss von Herstellerseite sichergestellt werden, dass der geprüfte Pkw einen Zusammenstoß mit Fußgängern bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h verhindert und bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h die Verletzungsgefahr der Fußgänger spürbar gemindert wird.

Info: Euro NCAP (European New Car Assessment Programm - Europäisches Neuwagen-Bewertungs-Programm) bezeichnet eine Gesellschaft europäischer Verkehrsministerien, Versicherungsverbände und Automobilclubs. Die Gesellschaft mit Sitz in Brüssel unterzieht neuen Automobiltypen einer eingehenden Prüfung und Crashtests um die Sicherheitssysteme und ihre Funktionsweise exakt bewerten zu können. http://www.euroncap.com/de

Mehr Stunden für das Erste-Hilfe-Training

Bis dato waren Fahrschüler dazu verpflichtet, einen eintägigen Erste-Hilfe Kurs zu besuchen. Ab 2016 erhöht sich die Anzahl der Übungsstunden um zwei zusätzliche Stunden. Die Fahrschüler müssen nun insgesamt neun Unterrichtseinheiten mit jeweils 45 Minuten absolvieren.

Promillegrenze abgeschafft, Verkehrssündern in Bayern droht MPU

Beim Fahren unter Alkoholeinfluss droht in Bayern ab sofort die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU). Laut der Süddeutschen Zeitung wird die im Volksmund auch „Idiotentest“ genannte Untersuchung auf Grundlage eines Urteils des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (Az. 11 BV 14.2738) nach jeder Alkoholfahrt zur Pflicht. Konkret lautet es in dem Urteil: „Nach strafgerichtlicher Entziehung der Fahrerlaubnis (…), die auf einer Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss beruht, ist im Wiedererteilungsverfahren unabhängig von der bei der Verkehrsteilnahme vorgelegenen Blutalkoholkonzentration die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens anzuordnen.“ (http://www.landesanwaltschaft.bayern.de/media/landesanwaltschaft/entscheidungen/2015_11_17_we_fahrerlaubnisrecht.pdf)

In vielen Bundesländern wird die MPU erst ab 1,6 Promille angeordnet, aber nicht nur in Bayern sondern auch in Baden-Württemberg (Verwaltungsgerichtshof Mannheim AZ.: 10 S 116/15, http://vghmannheim.de/pb/,Lde/MPU+auch+nach+strafgerichtlicher+Entziehung+der+Fahrerlaubnis+wegen+Trunkenheitsfahrt+stets+notwendig) und Berlin wird das Vergehen strenger geahndet und bei weniger Promille eine Untersuchung angeordnet. Deutschlandweit wird die MPU jährlich mehr als 90.000 Mal jährlich durchgeführt.

Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos wird verkürzt

Was bislang einen Kaufanreiz für zukunftsweisende Technologien setzen sollte, wird jetzt kräftig eingeschränkt: die Steuerfreiheit. Wurde bis Ende 2015 noch eine 10-jährige Steuerfreiheit gewährt, beträgt die Befreiung ab 01.01.2016 nur noch fünf Jahre. Nach diesem Zeitraum reduziert sich die Steuer um 50 Prozent. Gut ist: Wird das Fahrzeug innerhalb des steuerbefreiten Zeitraums verkauft, verfallen die verbleibenden befreiten Zeiten allerdings nicht. Ob die Einschränkungen verfrüht waren, bleibt dahingestellt - einen Kaufanreiz für saubere Energie stellen sie auf jeden Fall nicht dar.

Belgien für LKW mautpflichtig

Ab dem 1.4.2016 wird in Belgien das kilometerbasierte Mautsystem für LKW ab 3,5t aktiviert. Das System arbeitet über Satellit und der On Board Unit (Mautbox).

Übrigens… eine Werkstatt, der Sie mit gutem Gefühl Ihr Auto anvertrauen können, finden Sie bei uns in der Werkstattsuche

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Grafik/Quelle: Marc Wiele/Autofahrerseite.eu

 

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