Mindestens 67 Todesfälle durch defekte Zündschlösser

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Sicherheit

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General Motors hat es bestätigt. Mindestens 67 Todesfälle gehen auf das Konto von defekten Zündschlössern. Das bedeutet eine der umfangreichsten Rückrufaktionen der Konzerngeschichte.

Die Fakten

Erst in 2014 hatte General Motors 2,6 Millionen Autos zurückordern müssen, da die Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Position sprangen. Dadurch wurde der Motor abgestellt und die Elektronik ausgestellt, was zur Folge hatte, dass Airbags, Servolenkung und Bremskraftverstärker ausfielen.

Die Konzernchefin Mary Barra ordnete daraufhin eine Qualitätsüberprüfung der GM-Modelle an, die nun seit Jahresbeginn 2014 weltweit mehr als 30 Millionen Autos wegen verschiedener Mängel in die Werkstätten ordert.

Sammelklagen gegen General Motors

Laut eines Berichts der Presseagentur AFP akzeptierte General Motors bereits im Mai 2014 die Zahlung von 35 Millionen Dollar an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA aufgrund von landesweiten Sammelklagen. Unfallopfer und ihre Familien sollen damit umgehend entschädigt werden. Aber gegen die Zahlung von Reparaturkosten oder einen Ausgleich der Wertverluste betroffener Fahrzeuge wehrt sich das Unternehmen bislang vehement.

Womöglich mehr Todesfälle als angenommen

Zunächst hatte General Motors von 13 tödlich verunfallten Personen gesprochen, jetzt stieg die Zahl der Todesfälle, die mit dem Defekt in Verbindung gebracht werden, von 13 auf 67 Fälle. Die Entschädigungen von General Motors liegen pro Todesopfer bei mindestens einer Million Dollar, für hinterbliebene Ehepartner und Unterhaltsberechtigte sollen je 300.000 Dollar gezahlt werden. Dabei sind mehr als 4180 Schadenersatzforderungen seit August 2014 bei GM eingegangen, von denen 113 Schadenersatzforderungen aufgrund von Todesfällen geprüft werden.

Fazit

Man mag sich gar nicht vorstellen, welche Folgen technische Fehler dieser Art für die Hinterbliebenen bedeuten. Bleibt zu hoffen, dass zu mindestens die Entschädigungszahlungen reibungslos ausgezahlt werden, um den geschädigten Familien schnell und zeitnah zu helfen.

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