2015: Nachfrage nach PS-starken Autos gestiegen

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Tipps & Trends

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Emotion, Leidenschaft oder auch nur der derzeit günstige Spritpreis, das könnten die Gründe für eine ständig wachsende Nachfrage bei den stärker motorisierten Pkw sein. Wie sieht es denn aus auf dem Absatzmarkt?

Durchschnittlich höhere Motorleistung

So richtig günstig ist der Sprit natürlich nicht. Aber wir haben ja bereits eine ganz andere Preisgestaltung erlebt, deswegen ist das subjektive Preis/Leistungs-Empfinden momentan sehr positiv belegt.
Was sich auch durchaus am Markt widerspiegelt, denn laut „Die Welt“ begünstigen die Benzinpreise zurzeit die Lust auf PS-stärkere Autos.

Und das zeigt sich auch in einer Studie des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen, in der es heißt: „Die niedrigen Preise für Benzin und Dieselkraftstoff lösen bei den Neuwagenkäufern eine Verhaltensänderung weg von nachhaltiger Mobilität aus. Gekauft werden vermehrt Fahrzeuge mit höherer Motorleistung, größere Fahrzeuge - wie die sportlichen Geländewagen-, während alternative Antriebe wie Erd- oder Flüssiggas und Elektroantriebe zu Mauerblümchen degenerieren.“

Dabei wird auch ein neuer Rekord aufgestellt, denn zum ersten Mal in der Auto-Geschichte Deutschlands steigt die durchschnittliche Motorstärke von Neuwagen in Deutschland auf 143 PS.
Ein klarer Gewinner auf dem Absatzmarkt sind dabei die SUV: „In diesem Jahr wird nach unserer Prognose erstmals die Zulassungsgrenze von 600.000 SUV erreicht werden. Damit wäre fast jeder fünfte Neuwagen ein sportlicher Geländewagen“, hält die Studie fest.

Nicht nur Vorteile für die Autoindustrie

Dabei birgt diese Entwicklung nicht nur Vorteile im Absatz von Neuwagen, letztendlich könnte sich das sogar als problematisch für einige Autobauer herausstellen. Dazu Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center Automotive Research: „Für die deutschen Autobauer ist die Entwicklung nicht ohne Risiko, denn ab dem Jahr 2022 brauchen die Hersteller, die größere Fahrzeuge verkaufen, die Plug-In-Hybride zur Erfüllung der von der EU-Kommission gesetzten CO2-Vorgaben.“

Denn die leistungsstarken Fahrzeuge, insbesondere die SUV, haben einen höheren CO2-Ausstoß. Und der muss, um die EU-Vorgaben zukünftig zu erfüllen, mit anderen, umweltfreundlicheren Modellen abgefangen werden, ansonsten drohen den Autoherstellern bei Nichteinhaltung der Klimaziele hohe Strafzahlungen.

Das heißt, Herstellern, die Modelle verschiedener Fahrzeugklassen produzieren, wird es ab 2022 leichter fallen, die CO2-Auflagen zu erfüllen als Anbieter, die sich auf Sportwagen im Premiumsegment spezialisiert haben. Zum Beispiel könnten dann die SUV von Audi oder Porsche durch hohe Verkaufszahlen bei umweltverträglicheren Modellen der hauseigenen Marken Seat oder Škoda wieder ausgeglichen werden.


Fazit

Viele neue Antriebskonzepte drängen auf den Markt, Tendenzen zeichnen sich ab, können aber auch jederzeit wieder durch Entwicklungen auf dem Energiemarkt umgestoßen werden. Momentan sind die Spritpreise günstig. Aber wie sieht die zukünftige Entwicklung aus, wenn der Sprit wieder teurer wird? Und wenn dann das Flächennetz für Ladestationen weiter ausgebaut wird, sich die Ladezeiten von E-Autos verkürzen und speziell bereitgestellter Strom sehr kostengünstig ist? ... AUTOFAHRERSEITE.EU bleibt für Sie am Ball.

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