Autobatterie regelmäßig checken lassen

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Wartung

Auch Autobatterien brauchen Aufmerksamkeit. Glaubt man nicht, ist aber so. Denn wenn man den Zustand, der für das Autoleben so wichtigen Komponente vernachlässigt, zeigt Sie sich unter Umständen von ihrer schlechtesten Seite. Und kommt es bei manchen Fahrzeugen aufgrund von Batterieausfällen zum kompletten Abbruch der Spannungsversorgung, dann ist deutlich mehr als nur der Batteriewechsel notwendig.

Muss man Batterien warten? Quelle: Varta

Eigentlich sind Batterien über ihre Lebensdauer hinaus wartungsfrei. Doch im Laufe der Zeit unterliegen auch diese einem Verschleiß und verlieren deutlich an Leistung. Wie lange eine Batterie hält, hängt davon ab, welche Qualität verbaut wurde, wie die Batterie belastet wurde und ob das technische Umfeld der Batterie gesund ist.

Dabei leiden Autobatterien wesentlich mehr unter heißer Witterung als unter einem kalten Winter. Das leistet natürlich dem völligen Versagen der Batterie deutlich Vorschub, denn eine durch den Sommer geschwächte Batterie wird in der folgenden Kälteperiode umso eher den Dienst quittieren. Kaltstarts plus vieler Endverbraucher wie Sitzheizung, Auftauvorrichtungen und Klimaanlage geben dann der geschwächten Batterie den Rest. Egal wie man es dreht und wendet, Batterien sind der Pannengrund Nummer eins. Dies geht aus der aktuellen ADAC-Pannenstatistik hervor. Mehr als ein Drittel aller Pannen werden durch marode Batterien verursacht (39%). In 2016 meldete der ADAC insgesamt rund 975.000 Hilfeleistungen aufgrund von batteriebedingten Pannen - eine Steigerung um über drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die meisten Autofahrer unterschätzen die Wichtigkeit des Verschleißteils.

Vorsorgen ist besser als NachsorgenQuelle: Varta

Dabei ist die Vorgehensweise eigentlich klar: nicht lange auf den Totalausfall warten, sondern die Batterie durch den Fachmann in der freien Werkstatt überprüfen lassen. Der kann den Verschleiß-Zustand der Batterie messen und abschätzen, wie lange die Batterie noch durchhält oder ob ein vorausschauender Wechsel sinnvoll ist. Laut Batteriehersteller VARTA befinden sich 26% aller geprüften Batterien in einem schlechtem Zustand.

Der Check ist in der Regel kostenfrei, dauert nur ein paar Minuten und das Resultat steht direkt fest. Gleichzeitig können etwaige Schäden an Lichtmaschine und Co. vor Ort bestimmt werden. Zudem lassen sich bei manchen Fahrzeugen die Folgeschäden, die durch den kompletten Spannungsabriss nach einem Batterieausfall entstehen, vermeiden.  An modernen Fahrzeugen sollte der Wechsel der Batterie nur in einem Fachbetrieb unter Einsatz eines Diagnosegeräts durchgeführt werden, da die Batterie fest in die Fahrzeugelektronik eingebunden ist.

4 Gründe für Batterieausfall 


  1. Extreme Temperaturen

    Im Sommer führen hohe Temperaturen unter der Motorhaube dazu, dass die Autobatterie an Startkraft verliert. Leider wird das Problem häufig erst dann erkannt, wenn es bereits zu spät ist. Lassen Sie die Batterie regelmäßig in einer qualifizierten Fachwerkstatt überprüfen. Da die Autobatterie mit anderen elektrischen Fahrzeugkomponenten verbunden ist, sind bei einem Batteriewechsel Spezialwerkzeuge und besondere Fachkenntnisse nötig. Eine Unterbrechung des Stromkreises zwischen der Batterie und dem Fahrzeugcomputer kann einen Datenverlust in den Fahrzeugsteuereinheiten und Infotainmentsystemen zur Folge haben. Möglicherweise ist eine Neuprogrammierung von elektronischen Komponenten wie Radios und Fensterhebern erforderlich.

  2. Unregelmäßige Fahrzeugnutzung

    Viele Fahrer denken, dass die Batterie bei ausgeschaltetem Motor keine Energie liefern muss. Das stimmt jedoch nicht. Systeme, wie Alarmanlagen, Türschlösser, Keyless-Go-Funktion und Navigations-systeme, benötigen auch dann Energie, wenn das Auto geparkt ist. Dies trägt zur Entladung der Batterie bei. Nachdem Ihr Auto für mehrere Wochen ungenutzt in der Garage gestanden hat, reicht die Leistung der Batterie möglicherweise nicht mehr aus, um den Motor zu starten. Dieses Problem tritt bei kaltem Wetter und bei älteren Batterien häufiger auf. Indem Sie Ihr Auto einmal pro Woche für mindestens 10 Minuten fahren, können Sie Startprobleme vermeiden.

  3. Kurzstreckenfahrten

    Wenn Sie ausschließlich kurze Strecken fahren, kann die Lichtmaschine die Batterie nicht vollständig aufladen. Im Winter tragen leistungshungrige Verbraucher, wie die Heckscheibenheizung und die Sitzheizung, zu einer weiteren Entladung der Batterie bei. Unternehmen Sie mit Ihrem Auto einmal pro Monat eine längere Fahrt, damit die Batterie wieder vollständig aufgeladen wird.

  4. Fahrzeugalter

    Mit zunehmendem Fahrzeugalter sinkt die Batterieleistung, da Korrosion und Sulfatierung ein vollständiges Aufladen verhindern. Autofahrer sollten ihre Batterie daher regelmäßig überprüfen lassen, um einen ordnungsgemäßen Ladezustand und eine hohe Leistung zu gewährleisten.

 
Fazit

Wer immer zuverlässig im Straßenverkehr unterwegs sein möchte, sollte seine Batterie regelmäßig von einer unabhängigen Werkstatt überprüfen lassen. Das spart letztendlich Nerven, Zeit und Geld. Ausreden gibt es keine, denn der Batterie-Check ist schnell gemacht.

Übrigens… eine Werkstatt, der Sie mit gutem Gefühl Ihr Auto anvertrauen können, finden Sie bei uns in der Werkstattsuche

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