Gefahr auf der Straße: Wenn die Hitze den Asphalt zerstört

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In besonders heißen Sommern leidet der Fahrbahnbelag von Autobahnen und anderen Straßen unter den hohen Temperaturen. Dadurch entstehen je nach Situation verschiedene Schäden an der Fahrbahnoberfläche. Möglich sind teilweise auch die gefürchteten “Blow-Ups“, bei denen plötzlich Risse, Löcher und Kanten im Straßenbelag entstehen.

Prinzipiell sind die im Straßenbau verwendeten Materialien natürlich für die Verwendung bei hohen Temperaturen geeignet. Zumindest bei den Temperaturen, die im Einsatzbereich üblicherweise zu erwarten sind. Aufgrund von Materialermüdung und besonders lang anhaltenden und extremen Hitzeperioden entstehen dennoch immer wieder Probleme. In heißen Sommern häufen sich entsprechende Schäden.

Nicht alle Strecken sind im gleichen Maße gefährdet

Ob und welche Schäden auftreten, ist immer von dem verwendeten Fahrbahnbelag und den genauen Belastungen auf dem jeweiligen Straßenabschnitt abhängig. In Deutschland bestehen die meisten Straßen aus Asphalt, auf manchen Strecken, hauptsächlich Autobahnen, kommt jedoch auch Beton zum Einsatz.

Technisch gesprochen ist Asphalt eine Mischung aus Schottersteinen und extrem dickflüssigem Bitumen, das sich bei normalen Außentemperaturen wie ein ausgehärteter Klebstoff verhält. Wird der Asphalt durch die Sonne und die mechanischen Belastungen durch den Verkehr sowie durch die von den Fahrzeugen abgegebene Hitze auf 60°-70°C oder sogar noch höhere Temperaturen erwärmt, wird das Bitumen und damit der Asphalt weich und verformbar. In der Folge entstehen beispielsweise schnell tiefe Spurrillen, Löcher im Asphalt und, an Stellen, an denen viel gebremst wird, waschbrettartige Buckelpisten.

Beton verhält sich völlig anders als Asphalt. Er bleibt bei jeder Temperatur fest, dehnt sich jedoch mit zunehmender Hitze aus. Da die aus Beton konstruierten Straßen aus vielen, aneinander liegenden Betonplatten bestehen, kann es bei extremer Hitze zu Situationen kommen, in denen sich zwei dieser Platten so weit ausdehnen, dass sie sich berühren. Durch weitere Erwärmung entsteht nun eine Spannung in den Platten, die sich plötzlich und explosionsartig entladen kann. Dabei werden die Betonplatten gesprengt, bekommen Risse und schieben sich über oder untereinander. In diesem Fall spricht man von sogenannten “Blow-Ups“.

Die plötzlichen Schäden sind eine Gefahr für Autofahrer

Für Auto- und Motorradfahrer, die von den plötzlich auftretenden “Blow-Ups“ überrascht werden, kann es sehr gefährlich werden. Durch die plötzlichen Hindernisse kann der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren oder ein oder die Aufhängungsteile und Räder des Fahrzeugs beschädigt werden. Daher ist Autofahrern unbedingt zu raten, auf den gefährdeten Strecken besonders aufmerksam und vorsichtig zu fahren und den Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden zu vergrößern. Motorradfahrer sollten die betroffenen Streckenabschnitte generell meiden.

In einigen Regionen ist die Lage besonders kritisch

Da Blow-Ups nur auf Straßen entstehen können, die aus Betonplatten bestehen und diese Bauweise nicht in ganz Deutschland gleich weit verbreitet ist, gibt es große regionale Unterschiede bei Ihrem Auftreten. In ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen und Sachsen-Anhalt wird das Problem der “Blow-Ups“ zusätzlich verstärkt, da bei dem Bau der dortigen Autobahnen in den 1990er Jahren ungeeignete Baumaterialien verwendet wurden und viele Streckenabschnitte daher ohnehin geschwächt sind.

Fazit:

Die große Hitze setzt dem Fahrbahnbelag vielerorts zu. Da sich Straßenschäden und “Blow-Ups“ schlecht vorhersagen lassen, empfiehlt es sich, auf den gefährdeten Strecken bei Hitze vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Besonders Motorradfahrer sollten sich vor Fahrtantritt über die “Blow-Up“-Gefahr auf ihrer Route informieren und Ausweichstrecken planen. Wir wünschen Ihnen allzeit eine gute und sichere Fahrt.

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