Fahrerflucht: Mit harten Konsequenzen ist zu rechnen!

Geschrieben von mw. Veröffentlicht in Unfall

Quelle: Rainer Pohl / ADAC e.V.Quelle: Rainer Pohl / ADAC e.V.

Egal, ob es nur ein Bagatellschaden oder eine Unfallflucht ist, eine Fahrerflucht ist niemals ein Kavaliersdelikt! Mit welchen Strafen zu rechnen ist, sagt Ihnen AUTOFAHRERSEITE.EU.

Fahrerflucht ist eine Straftat

Ein Malheur beim Einparken kann jedem Mal passieren. Natürlich ist der Schreck groß und man ist aufgeregt und verunsichert. Wichtig ist jetzt, einen kühlen Kopf zu behalten, analytisch zu denken und nicht, wie es viele Autofahrer bevorzugen, sich „aus dem Staub“ zu machen.

Wurde z.B. eine geparktes Kfz beschädigt und der Unfallverursacher verlässt ohne Information des Besitzers oder eine Meldung bei der Polizei den Ort des Geschehens, drohen drastische Strafen. In einem solchen Falle ist eine Fahrerflucht eine Straftat und wird mit hohen Geldstrafen, Punkten und einem Fahrverbot geahndet.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamts begingen in 2014 26.509 Pkw-Fahrer bei insgesamt 483.681 Personen- und Sachschäden Unfallflucht!»»

Drastische Strafen für Unfallverursacher

Je nach Art und Umfang der angerichteten Schäden und der Unfallflucht kommen unterschiedliche Strafen auf den Verursacher zu. Dabei wird bei Bagatellschäden bis ca. 600 Euro in vielen Fällen das Verfahren eingestellt und nur geringe Bußgelder verhängt.

Schäden bis 1.300 Euro können mit einem Bußgeld von einem Monatsgehalt plus zwei Punkte plus bis zu drei Monate Fahrverbot belegt werden. Liegt der Schaden über der 1.300 Euro-Grenze, gibt es drei Punkte, der Führerschein wird mindestens sechs Monate eingezogen und Geldstrafen deutlich über einem Monatsgehalt drohen. Dazu wird der Vorgang zehn Jahre im Flensburger Zentralregister gespeichert.

Visitenkarte reicht nicht

Dabei ist das Verhalten nach einem Unfall klar und selbsterklärend. Der Verursacher muss umgehend den Geschädigten benachrichtigen oder die Polizei in Kenntnis setzen. Besteht keine Möglichkeit, den Geschädigten telefonisch zu kontaktieren, hat der Verursacher mindestens eine halbe Stunde am Ort zu warten, bevor er sich auf den Weg zur Polizei oder zu einer nahegelegenen Telefonzelle macht. Eine Visitenkarte hinter die Wischerblätter des beschädigten Pkw zu platzieren, reicht nicht aus.

AUTOFAHRERSEITE.EU hat das korrekte Verhalten nach einem Unfall für Sie hier ausführlich zusammengefasst »»

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Schäden zum Teil nicht gedeckt

Auch die Schadensabwicklung wird für den Flüchtigen ein Problem: Unfallflucht ist eine vorsätzliche Verletzung der Aufklärungspflicht wodurch die Kaskoversicherung, laut ADAC, Zahlungen verweigern und den Vertrag kündigen kann. Die Haftpflichtversicherung begleicht die Schäden des Unfallgegners, Beträge bis zu 5 000 Euro werden aber vom Unfallverursacher zurückgefordert.

Fazit

Jeder von uns Autofahrern ist froh, wenn ihm bei einem Unfall oder einem kleinen Blechschaden geholfen wird. Eine Hilfestellung und das korrekte Abwickeln eines Unfalls ist das Mindeste, was ein Unfallverursacher in dem Moment tun kann. Das braucht man nicht zu diskutieren, das ist so. Punkt.

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