Winterreifentest: Kaum wirklich gute Reifen

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Quelle: Wolfgang Grube/ADACQuelle: Wolfgang Grube/ADAC

Bei der Entscheidungsfindung nach dem optimalen Reifen fürs eigene Fahrzeug nutzen viele Kunden die ADAC Reifentests. Auch 2016 hat der ADAC wieder 28 Winterreifen in zwei Dimensionen und sieben Ganzjahresreifen unter die Lupe genommen. Die Ganzjahresreifen schneiden durchwachsen ab. Wie das im Einzelnen aussieht, erfahren Sie hier bei AUTOFAHRERSEITE.EU.

Nur zwei empfehlenswertQuelle: Wolfgang Grube/ADAC

In der kleineren Reifendimension (Dimension 185/65 R15) zeigen gleich zwei von 15 getesteten Modellen lediglich kleinere Schwächen und wurden deshalb mit der Note „gut“ bewertet. Der Ultragrip 9 von Goodyear konnte mit einer Bestnote beim Spritverbrauch sowie dem Fahrverhalten auf schneeigen und nassen Untergrund überzeugen. Der Michalin Alpin A4 hatte eine bessere Performance auf trockener Fahrbahn und erhielt die Bestnote beim Verschleiß.

Hankook, Nokian, Dublop, Uniroyal und Barum finden sich im breiten Mittelfeld für Kleinwagen (Testfahrzeug war ein Renault Clio) wieder und schnitten „befriedigend“ ab. Zwei Reifen fielen mit Mangelhaft durch den Test. Der Firestone Winterhawk 3 und der Kleber Krisalp HP2 zeigten erhebliche Schwächen auf Schnee und nasser Fahrbahn. Der Kleber war der lauteste Reifen im Test.

Nässe ist oft ein Problem

In der Mittelklasse (Dimension 225/45 R17; Testfahrzeug: VW Golf VII) gab es nur einen von 13 Reifen, der das Prädikat „gut“ erhalten hast. Der Dunlop Winter Sport 5 wurde als sehr ausgewogen bewertet, der besonders gut auf Nässe und Schnee sowie trockener und vereister Fahrbahn ist. Quelle: Wolfgang Grube/ADACMit diesem Allround-Paket ist der Dunlop der Testsieger in dieser Kategorie.

Die restlichen Reifen sind nur Mittelmaß. Pirelli, Firestone (Bestnote auf Eis), Uniroyal (Bestnote bei Nässe) Goodyear (Bester auf Schnee und Eis sowie beim Spritverbrauch) und Co. zeigen besonders Schwächen auf nassen Grund. Dies führt dazu, dass es ein breites Mittelfeld gibt.

Zwei Reifen erhielten lediglich ein „ausreichend“: Matador MP92 Sibir Snow und BF Goodrich G-Force Winter. Zwar punktet der Matador in Sachen geringer Spritverbrauch und Fahrverhalten auf schneeigen Untergrund und der BF Goodrich hat die Bestnote im Verschleiß bekommen, doch drückt die sehr schwache Performance bei Nässe die Gesamtnote runter.

Kein Ganzjahresreifen kann überzeugen 

Quelle: Wolfgang Grube/ADACDie Nachfrage nach Ganzjahresreifen ist ungebrochen, die Markenhersteller haben sie vermehrt ins Sortiment aufgenommen. Die Ergebnisse des aktuellen ADAC Ganzjahresreifentests werfen aber kein besonders gutes Licht auf diese: Von sieben untersuchten Modellen der Größe 205/55 R16 für die Kompakt- und untere Mittelklasse (VW Golf, BWM 1er) erhielten lediglich zwei das Urteil "befriedigend". Der Michelin CrossClimate XL und Quatrac 5 von Vredestein schnitten am besten ab.

Der Bridgestone A0001, dessen Produktion laut Hersteller wieder eingestellt worden ist, und der Hankook Kinergy 4S H740 XL fielen mit "mangelhaft" durch den Test. Sie konnten weder auf nasser und schneeigen noch auf trockenen Fahrbahn ansatzweise überzeugen.

Daher fällt das Fazit zu den Allrounder nüchtern aus: Es gab keinen Reifen beim Test, der zu allen Jahreszeiten verlässliche Fahreigenschaften bietet.

Fazit

Qualität setzt sich durch, das zeigt dieser Reifentest deutlich. Also, lieber ein paar Euros mehr investieren, dafür aber einen sicheren Reifen mit einer guten Performance und gutem Grip fahren. Kein Ganzjahresreifen konnte im Härtetest bestehen. Unsere Empfehlung: Bei Schnee besser zum Spezialisten, also zum "echten" Winterreifen greifen. Analog gilt das in der warmen Jahreszeit auf trockener Fahrbahn – hier ist ein Sommerreifen die bessere Wahl. Grundsätzlich gilt: Kontrollieren Sie ihre Reifen regelmäßig, nach fünf Jahren - je nach Betrieb - sind die Pneus meistens aufgebraucht, ältere Reifen können unter Umständen bereits ein Sicherheitsrisiko darstellen.

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