Das Ende der Verbrauchstricks?

Geschrieben von cm. Veröffentlicht in Auto & Geld

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Seit dem 1. September 2018 gilt ein neuer Normzyklus für die Berechnung des Kraftstoffverbrauchs bei der Typzulassung. Daher ändern sich die Verbrauchsangaben der Fahrzeughersteller ab diesem Tag teils drastisch. Wir erklären, warum das so ist und was die Gesetzesnovelle für Sie bedeutet.

Egal ob Diesel oder Benziner, Hybrid oder konventioneller Antrieb: Der Kraftstoffverbrauch ist für viele potenzielle Kunden ein entscheidendes Kriterium bei der Kaufentscheidung. Dabei sieht so gut wie jedes Auto im Katalog ausgesprochen sparsam aus. Für manchen Autofahrer kommt aber nach dem Kauf die böse Überraschung: Im Alltag verbraucht das Fahrzeug deutlich mehr Treibstoff, als vom Hersteller versprochen.

Dabei fallen die Unterschiede oft drastisch aus. Über 50 Prozent Mehrverbrauch sind nicht nur im Alltagsbetrieb, sondern auch bei den Testergebnissen von Fachzeitschriften und dem ADAC keine Seltenheit. Berechtigterweise sind viele Käufer der als sparsam angepriesenen Fahrzeuge deshalb enttäuscht.

Alle Verbrauchswerte werden neu berechnet

An diesen Umständen soll sich etwas ändern. Ab dem 01.09.2018 trat aus diesem Grund eine neue Norm zur Berechnung des Treibstoffverbrauchs in Kraft. Diese als “Worldwide Harmonized Light Vehicle Procedure“, kurz WLTP, bezeichnete Norm löst den bekannten “Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) ab, der seit 1997 unverändert Gültigkeit besitzt. Mit dem Stichtag ist daher damit zu rechnen, dass sich die offiziellen Herstellerangaben zum Kraftstoffverbrauch deutlich, teils um mehr als einen Liter auf 100 Kilometer, ändern werden.

Im neuen Normzyklus wird mehr als doppelt so weit gefahren, wie in seinem scheidenden Vorläufer, die Fahrzeit steigt dabei um 30 Prozent. Darüber hinaus soll er durch realitätsnähere Bedingungen, wie beispielsweise eine höhere Maximalgeschwindigkeit, eine höhere Aussagekraft erhalten. Bei allen Verbesserungen rechnen einschlägige Magazine und Automobilclubs allerdings noch nicht mit der erwünschten Transparenz in Sachen Verbrauch. Inwiefern die neuen Verbrauchszahlen sich im Verkehrsalltag bewahrheiten werden, bleibt abzuwarten. Wir halten Sie in diesem Punkt auf dem Laufenden.

Für Autobesitzer, die ab dem Stichtag ein neues Auto zulassen wollen, bedeutet der statistische Mehrverbrauch eine teilweise deutlich höhere Steuerlast, denn der Normverbrauch fließt in die Steuerberechnung für Neufahrzeuge ein. Experten rechnen damit, dass die Mehrbelastung durch die Kfz-Steuer für jeden Autofahrer im Mittel bei 50 Prozent liegt. Welche Mehreinnahmen die Änderungen für die Staatskasse bedeuten, und wie mit diesen verfahren wird, will das Bundesfinanzministerium im Jahr 2019 bekannt geben.

Fazit:

Den Ärger vieler Autokäufer über die unrealistischen Verbrauchsversprechen mancher Autohändler hat auch die Politik mitbekommen. Mit dem 01. September 2018 tritt daher ein neuer Normzyklus in Kraft. Ob der die gewünschten Verbesserungen bringt, gilt abzuwarten. Den eigenen Kraftstoffverbrauch können Autofahrer in der Zwischenzeit aber durchaus beeinflussen, beispielsweise durch eine angepasste Fahrweise und eine ordnungsgemäße Wartung des Motors in der unabhängigen Kfz-Werkstatt, die eine gleichbleibend hohe Effizienz sicherstellt.

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