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Schulbeginn: Rücksicht auf die jungen Verkehrsteilnehmer!

Veröffentlicht in Sicherheit

Quelle: ADAC/ Stefan AumillerQuelle: ADAC/ Stefan Aumiller

Mit dem Ende der Sommerferien wird es nun voller in Bus und Bahnen. Im normalen Straßenverkehr sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein. Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs sind wieder entsprechend viele Schülerinnen und Schüler morgens und nachmittags auf den Straßen unterwegs. Wir klären Sie auf, wie dies sich auf den Straßenverkehr auswirkt.

Für viele Kinder beginnt der Ernst des Lebens: Sie dürfen erstmals bzw. wieder zur Schule gehen. Damit sie dort unbeschadet ankommen, sollten vor allem die i-Dötzchen einen sicheren Schulweg haben. Dieser muss nicht zwangsläufig der schnellste Weg sein, sollte aber von den Eltern gemeinsam mit dem Nachwuchs ausgesucht und eingeübt werden.

In dem Zusammenhang mahnt die Polizei zu erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht. Kinder können Geschwindigkeiten und Abstände noch nicht richtig einschätzen. So laufen sie möglicherweise zwischen parkenden Autos auf die Straße, ohne vorher geschaut zu haben. Zudem sind den ganz jungen Verkehrsteilnehmern viele Umweltgeräusche noch fremd.

Der Schulweg sollte nicht der schnellste, sondern der sicherste sein.Quelle: Manuela Stauch/ACE

Zudem appelliert die Polizei an alle Verkehrsteilnehmer, gerade in den kommenden Tagen besondere Rücksicht auf Kinder zu nehmen und ihnen ein Vorbild im Straßenverkehr zu sein. Das Verhalten der Kinder wird oftmals von den Verhaltensweisen der "Älteren“, die sie sich zum Vorbild nehmen, bestimmt.

Jedes verletzte Kind ist eines zu viel

Im Durchschnitt kam im Jahr 2015 alle 19 Minuten ein Kind im Alter von unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden. Insgesamt waren es 28.235 Kinder, die 2015 auf Deutschlands Straßen verunglückten (– 1,5% gegenüber 2014), so das Statistische Bundesamt in der Statistik zu Kinderunfällen im Straßenverkehr 2015. Davon starben 84 Kinder, 13 mehr als im Vorjahr. Insgesamt haben Kinder aber im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil ein geringeres Unfallrisiko als andere Altersgruppen.

Langfristig betrachtet verlieren glücklicherweise immer weniger Kinder ihr Leben im Straßenverkehr. Wurden in den 1950er-Jahren noch über 1.000 getötete Kinder pro Jahr gezählt, sank diese Zahl in den 1990er-Jahren auf unter 500 und liegt 2015 bereits das fünfte Mal unter 100 getötete Kinder.

Kinder auf dem Schulweg besonders gefährdet

Bei den 6- bis 14-Jährigen, die im Straßenverkehr auf dem Fahrrad oder als Fußgänger verunglückten, ergeben sich im Tagesverlauf zu bestimmten Uhrzeiten klare Häufungen: So verunglückten 2015 besonders viele Kinder in den Zeiten, in denen sie sich normalerweise auf dem Weg zur Schule oder zurück befinden.

Die Werte sprechen eine klare Sprache: Die meisten Kinder wurden morgens zwischen 7 und 8 Uhr (16,3 %) und auf dem Heimweg zwischen 13 und 14 Uhr (11 %) verletzt oder getötet. Dies macht insgesamt über Viertel aller Unfälle aus. Doch auch in ihrer Freizeit am Nachmittag sind Kinder stärker gefährdet. 33,0 % der verunglückten Kinder kamen zwischen 15 und 18 Uhr zu Schaden.

Elterntaxis sind eine Gefahr

Die Ausreden sind immer dieselben: "Ich hatte keine Zeit“ oder "Ich war auf den letzten Drücker". Das mögliche Zuspätkommen führt dazu, dass man unter Stress fährt und dabei schnell Verkehrsregeln - in zweiter Reihe halten und anderen die Sicht versperren - missachtet. Die Elterntaxis halten oft unmittelbar vor der Schule im Halteverbot und lassen die Kinder dort aussteigen. Dies stellt eine erhöhte Gefahr dar.

In vielen Städten wurden bereits "Elterntaxi-Haltestellen" in der Nähe von Schulen eingerichtet. Diese sind etwa 250 Meter vom Schuleingang entfernt und sollen das gefahrlose Ein- und Aussteigen der Kinder ermöglichen. Experten und die Polizei appellieren, einen größeren Zeitpuffer einzuplanen und die Kinder in den Zonen aussteigen zu lassen. Denn zumindest für ein Reststück sollten die Kinder den Schulweg alleine laufen. Diese Bewegung fördere die Mobilität und Konzentrationsfähigkeit. Da die Schüler den Rest der Strecke zu Fuß bewältigen müssen, ist dies gut für Verkehrsbewusstsein.

Fazit

Bitte lieber Autofahrer, seid rund um Schulen besonders rücksichtsvoll. Immer gilt: Haben Sie Geduld, da Kinder länger brauchen. Fahren Sie langsam, vorausschauend und seien Sie stets bremsbereit. An haltenden Schulbussen ist besondere Aufmerksamkeit geboten.

Wenn Sie als Elterntaxi im Einsatz sind, nutzen Sie die eingerichteten Haltezonen. Verhalten Sie sich vorbildlich und schaffen Sie insbesondere im Bereich von Fußgängerüberwegen und Fußgängerfurten keine Sichthindernisse durch haltende oder parkende Fahrzeuge.

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Quelle: ADAC/Stefan Aumiller; Manuela Stauch/ACE


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